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Schlagwort: Berlin

Postpartale Depression

Durch die momentan angespannte Situation mit reduzierter mangelnder Hebammenversorgung, fehlender Kinderbetreuung, erhöhter Belastung, fehlenden Therapieplätzen etc. besteht leider mehr denn je die Gefahr, dass eine postpartale Depression länger unerkannt bleibt. Umso wichtiger ist es, sie sichtbar zu machen!

Nicht jede Frau*, die ein Baby geboren hat, kann sich uneingeschränkt darüber freuen. 

Aber das zu fühlen, das zu sagen oder sich Unterstützung zu holen, ist mit einem großen Tabu verbunden. Denn „es gehört sich nicht.“ Und der Mythos der uneingeschränkten, grandiosen, sich aufopfernden und fähigen Mutterliebe hält sich seit Generationen.

Eine Geburt, gilt immer noch als das Höchste im Leben einer Frau*. Von ihr wird im Anschluss ein einziger Freudentaumel inklusive Dauergrinsen erwartet. Alles andere verstört und darf keinen Raum einnehmen.

Wie passen da schlechte Gefühle, wie das Gefühl, sich nicht angemessen um das Baby kümmern zu können, keine richtigen Mutter*gefühle entwickeln zu können oder gar Aggressionen gegenüber dem Baby zu verspüren…? 

Die meisten Betroffenen erfahren und erwarten kaum Verständnis dafür. Häufig nicht einmal von Seiten der Partner*innen.

Dabei ist es wichtig, die PPD als psychische Erkrankung, die wirklich jede*n treffen kann, zu kennen, um sich möglichst schnell Hilfe holen zu können und Bescheid zu wissen. Denn allein diese Wissen kann schon ungemein entlasten.

Was ist eine postpartale Depression und wie häufig tritt sie auf? 

Eine postpartale Depression ist eine schwerere, länger andauernde und vor allem behandlungsbedürftige psychische Erkrankung

Sie kann bei 10 bis 15% Frauen innerhalb des ersten Jahres nach einer Geburt auftreten.

Aufgrund ihres zeitlichen Zusammenhangs mit einer Geburt wird sie als postpartale Depression (PPD) oder auch Wochenbettdepression bezeichnet.

Depressive Symptomatiken nach einer Geburt beginnen häufig schleichend und sind nicht immer leicht abzugrenzen von „normalen Gefühlszuständen“ nach einer Geburt, Zu denen gehören Hormonveränderungen, der sogenannte Baby Blues, der Abschied und die Trauer vom erträumten Kind und der Vorstellung des idealisierten Selbst als Elternteil, die Auseinandersetzung mit dem neuen Körper- und Selbstbild, ganz normale Überforderung und der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt.

In erster Linie entsprechen die Symptome einer PPD denen einer depressiven Episode:

Symptome einer Depression

Bei einer depressiven Episode müssen bestimmte Kriterien aus den folgenden drei Feldern erfüllt sein (nach ICD-10):

A. Allgemeine Kriterien:

  • Dauer von mindestens zwei Wochen
  • Keine zusätzlichen (hypo)manischen Symptome
  • Keine Rückschlüsse auf Substanzbmissbrauch oder organische Störungen (dabei stehen ganz besonders Anämien oder Schilddrüsenfunktionsstörungen im Fokus)

B. Mindestens zwei der folgenden drei Symptome: 

  • ungewöhnlich depressive Stimmung und zwar die meiste Zeit des Tages oder fast jeden Tag und das unbeeinflusst von den Umständen
  • Interessens- oder Freudeverlust an Aktivitäten, die normalerweise Freude bereiten
  • Verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit

C. Eins + zusätzliche Symptome

  • Verlust des Selbstvertrauens oder des Selbstwertgefühls
  • Unbegründete Selbstvorwürfe oder ausgeprägte, unangemessene Schuldgefühle
  • Wiederkehrende Gedanken an Tod, an Suizid oder suizidales Verhalten
  • Vermindertes Denk- oder Konzentrationsvermögen, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit
  • Psychomotorische Agitierheit oder Hemmung 
  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust oder gesteigerter Appetit (inkl. Zunahme)

Manchmal mit und manchmal ohne somatisches/körperliches Syndrom (z.B. Schwindel, Kopf-/Magenschmerzen…) und es gibt auch Varianten mit zusätzlich psychotischen Symptomen.

Besonderheiten bei Wochenbettdepressionen

Neben diesen „üblichen“ Symptomen gibt ein paar Besonderheiten:

Zunächst wäre da der zeitliche Zusammenhang mit der Geburt. Im Gegensatz zum “Babyblues“, der bei 25 bis 50 % in den ersten Wochen nach der Geburt auftaucht, – mit leichten depressiven Verstimmungen, Traurigkeit und Stimmungslabilität – und meist spontan innerhalb weniger Stunden oder Tage wieder verschwindet, beginnt eine PPD später, nämlich vier bis sechs Wochen nach der Geburt und sie dauert länger, nämlich mindestens zwei Wochen

Neben einer wirklich ausgeprägten emotionalen Labilität kommt es auch zu einer Unfähigkeit, positive Gefühle für das Baby zu entwickeln bis hin zu kompletter Gefühllosigkeitübermäßiger Sorge um das Wohlergehen des Kindes, ausgeprägte Zweifel an den eigenen Fähigkeiten als Mutter und auch zu Versagensängsten. Aber auch Zwangsgedanken und unerklärliche Stillprobleme können Anzeichen sein

Bei einer postpartalen Psychose (Prävalenz von 0,1 bis 0,2 %) mit Beginn innerhalb der ersten vier Wochen nach der Geburt sind unter anderem Halluzinationen, Gedankeneingebung, zielloses Verhalten und Wahnvorstellungen typisch. Dieser Zustand kann über Wochen und Monate anhalten. 

Eine postpartale depressive Episode dauert im Durchschnitt sieben Monate. Statistisch entwickelt etwa die Hälfte der betroffenen Frauen* nach der nächsten Geburt erneut eine Wochenbettdepression.

Risikofaktoren

Es gibt Risikofaktoren, die eine postpartale Depression begünstigen können.

Dazu können depressive Verstimmungen oder andere psychische Erkrankungen in der Vergangenheit gehören, aber auch traumatisch erlebte Geburten, partnerschaftliche Konflikte, mangelnde Unterstützung, traumatische Erlebnisse und Vernachlässigung in der eigenen Kindheit, Stressbelastung in der Schwangerschaft, finanzielle bzw. sozioökonomischen Probleme, biologische Auslöser u.v.m. gehören.

Aber auch Frauen, die in der ersten Woche nach der Geburt eine starke depressive Symptomatik zeigen, bei denen der Baby Blues also extreme Formen annimmt, können daran erkranken.

Was aber auch wichtig ist: Selbst wenn alle Risikofaktoren zutreffen, muss das nicht automatisch eine PPD nach sich ziehen! Und auf der anderen Seite kann wirklich alles wunderbar, bilderbuchmäßig verlaufen und eine Frau* kann dennoch an einer PPD erkranken.

Es kann eigentlich jede*n treffen. Niemand trägt die Verantwortung und muss sich Vorwürfe machen.

Wie kommt es zu einer PPD?

Wie so oft haben wir es mit einer multifaktoriellen Enstehung zu tun: Vermutlich handelt es sich um eine Mischung aus neurochemischen, hormonellen und psychosozialen Faktoren.

Eine Rolle scheint z.B. der postpartale Östrogenabfall als ein möglicher Faktor zu spielen. Aber auch psychosoziale Fragen scheinen ihren Anteil zu haben. Dazu zählen beispielsweise die Rückbildung, die Umstellung auf die neue Aufgaben, Veränderung des Selbst- und Körperbilds aber auch der Übergang aus der Paarbeziehung, insofern es eine gab, in eine neue Beziehungsstruktur.

Übrigens können auch Partner*innen, sogar bis zu 8 %, nach der Geburt Depressionen entwickeln. Das ist aber noch schwieriger zu erkennen. Hierbei spielen dann zwar weniger hormonelle Veränderungen eine Rolle, aber auch für sie handelt es sich um eine gravierende Umstellung und Überforderung. Und auch Geburten können als traumatisch erlebt werden.

Bei Verdacht?

Die Symptome der PPD werden leider oft erst spät oder gar nicht erkannt.

Die Gründe hierfür sind vielschichtig: So verschweigen die betroffenen Frauen* ihre Symptome meist lange aus Scham, Schuldgefühlen oder Angst und auch Partner*innen oder Hebammen verkennen mitunter die Situation.

Zudem taucht die PPD erst nach der Entlassung aus dem Krankenhaus und der engmaschigen Betreuung durch die Hebamme auf. Leider werden meist auch schnell die Gebärenden aus den Augen verloren und das Baby steht im Mittelpunkt, was für die Frauen* und Kinder schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen kann.

Umso wichtiger ist es, Alarmzeichen zu erkennen und sowohl als Gebärende, als Partner*in und als betreuende Person ein Bewusstsein zu haben. Anzeichen sollten gut kommunizieren werden.

Es geht hier nicht um falsche Scham, Unterstellungen oder ähnliches,. sondern um Selbstschutz. Gerade jetzt. Nehmen Sie das bitte ernst!

Es kann mitunter sehr schwer sein, diese Diagnose anzuerkennen und sich um weiterführende Hilfe zu kümmern und leider dauert es, bis Medikamente anschlagen oder passende therapeutische Hilfe gefunden ist.

Wenn Sie den Verdacht haben, selbst erkrankt zu sein, wenden Sie sich bitte sofort an Ihre zuständige Hebamme (auch wenn Sie nicht mehr täglich betreut werden) oder Ihre*n Gynäkolog*in für eine Abklärung. Diese wird Sie im besten Fall weiter verweisen.

Weitere hilfreiche Seiten, Therapeut*innensuchmaschinen und Literaturtipps finden Sie im Anhang an diesen Beitrag.

Testverfahren 

Die bekanntesten und am besten geeigneten sind das Strukturierte Klinische Interview für DSM-IV (SKID) und die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS). Außerdem sollte eine eingehende körperliche Untersuchung erfolgen, um körperliche Fehlfunktionen auszuschließen (z.B. mögliche Schilddrüsenunterfunktion).

Der Edinburgh-Postnatal-Depression-Scale (EPDS)  ist ein Screening-Instrument, das als Selbsteinschätzung Hinweise darauf gibt, ob es sich um eine Erkrankung handeln könnte. Bei Verdachtsfall sollte im Anschluss unbedingt eine weiterführende Diagnostik erfolgen (da es sich auch um eine andere Störung wie z.B. Angststörung handeln kann).

Behandlung 

Im Gegensatz zum Baby Blues besteht bei der postpartalen Depression oder bei einer postpartalen Psychose Therapiebedarf.

Denn die Nichtbehandlung einer Wochenbettdepression kann mit Chronifizierung oder Suizid verbunden sein. Und auch beim Baby können Folgen zurückbleiben, wie Bindungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Störungen der emotionalen und kognitiven Entwicklung.

Die Therapie umfasst in der Regel psychotherapeutische Verfahren und medikamentöse Therapie. Manchmal beides, manchmal das eine, manchmal das andere. Das liegt an den betreuenden Ärzt*innen und sollte möglichst in Absprache mit Ihnen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein.

Am häufigsten werden sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting verhaltenstherapeutische, interpersonelle und tiefenpsychologische Psychotherapie eingesetzt.

In der Regel geschieht dies ambulant. Dabei ist aber wichtig und notwendig, dass Sie zuhause Entlastung erfahren! Eine Haushaltshilfe, Freund*innen, ein Einkaufsservice, die (Not)Betreuung in der Kita, Menschen, die Ihnen gut tun, Menschen, die Ihnen zuhören, die Sie verstehen und nicht urteilen… Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann gut tun.

Alles, was Sie unterstützen kann, sollten Sie jetzt wahrnehmen!

Die medikamentöse Therapie erfolgt meist mit trizyklischen Antidepressiva oder selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern. Stillen ist zwar dann nicht grundsätzlich ausgeschlossen, allerdings wird in der Regel eine Nutzen-Abwägung gemacht. Stillen kann für die Eltern-Kind-Bindung wichtig sein und diese steht neben der reinen Behandlung der Wochenbettdepression im Fokus.

Bei leichter oder mittlerer Symptomausprägung wird u.a. deshalb bevorzugt psychotherapeutisch ohne zusätzliche medikamentöse Therapie behandelt. Bei starker Ausprägung der Symptome wird eine Kombination empfohlen.

Sind Suizidgedanken, starke Funktionsbeeinträchtigung oder weitere psychische Erkrankungen vorhanden, führt leider an einer Aufnahme in Psychiatrie kein Weg vorbei.

Für die Suche nach einer geeigneten Therapie ist wichtig, dass Therapeut*innen sich mit Thematik auskennen, denn die Depression fällt in eine besonders sensible Lebensphase, in der die Stärkung Ihrer Beziehung zu Ihrem Kind einen wesentlichen Raum einnehmen sollte.

Leider hat eine depressive Erkrankung meist Einfluss auf das Interaktionsverhalten der Mütter* mit ihrem Baby.

Das bedeutet, dass meist Ihre Fähigkeit, feinfühlig auf das Baby einzugehen, es zu spiegeln und ihm gegenüber positive Gefühle zu zeigen oder engen körperlichen Kontakt gut auszuhalten, eingeschränkt ist. Da Babies nach der Geburt aber noch sehr symbiotisch sind und diese Interaktion brauchen, weil sie ja existenziell abhängig von ihren Eltern sind, können sie darauf unter anderem mit Rückzug, Vermeidung des Blickkontakts, Inaktivität und häufigem Weinen reagieren.

Um Bindungsprobleme oder Beeinträchtigungen der emotionalen und kognitiven Entwicklung zu verhindern, ist es wichtig, mit Ihnen und Ihrem Baby daran zu arbeiten. Es ist wichtig, Ihr Selbstvertrauen als Mutter* zu stärken zugleich die depressive Symptomatik zu verbessern. Denn es ist wichtig, dass Sie sich als Elternteil zunehmend kompetent fühlen und Ihr Baby verstehen lernen. Sie sind Expert*in für Ihr Baby!

Kunsttherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das bei leichter und mittlerer Schwere einer PPD und in Kombination mit anderen therapeutischen Verfahren und Behandlungen unterstützen kann. Auch als therapeutische Nachbetreuung, was sich als hilfreich herausgestellt hat, in Form einer Prophylaxe oder für den Notfall oder aber um die erlebte Zeit reflektieren und gut integrieren zu können, kann sie sehr hilfreich sein.

Was bleibt…

Es wird dauern, bis Sie sich wieder gesund fühlen und vermutlich werden Sie im Nachhinein dieser schweren Anfangszeit auch nachtrauern (dürfen!). Aber die Prognosen stehen sehr gut und je schneller Sie sich Unterstützung und passende Hilfe holen, umso schneller kann diese Krise überwunden werden.


Quellen: 

Brock, Inés (Hg.): Wie die Geburtserfahrung unser Leben prägt. Perspektiven für Geburtshilfe, Entwicklungspsychologie und die Prävention früher Störungen, Gießen 2018.

Dannhauer, Kareen: Guter Hoffnung. Hebammenwissen für Mama und Baby. Naturheilkunde und ganzheitliche Begleitung, München 2017.

Dilling H., Freyberger, H.J. (Hg.): Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation, Bern, 2014.

Rhode, Anke; Dorn, Almut: Gynäkologische Psychosomatik und Gynäkopsychiatrie. Das Lehrbuch, Stuttgart 2007.

Sonnenmoser, Marion: Postpartale Depression: Vom Tief nach der Geburt, Ärzteblatt PP 6, Ausgabe Februar 2007, S. 82.

Stern, Loretta; Gaca, Anja Constanze: Das Wochenbett. Alles über diesen wunderschönen Ausnahmezustand, München 2016.

Literaturtipps, Therapeut*innensuche und hilfreiche Webseiten:

  • Schatten und Licht e.V.- Initiative peripartale psychische Erkrankungen mit Selbsthilfegruppen, Fachberater*innen nach Postleitzahlen, Hilfsangebote, Infos: https://schatten-und-licht.de
  • Berliner Versorgungsnetzwerk psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe mit Therapeut*innensuche und Klinikangeboten in Berlin: http://www.frauenpsychosomatik.de
  • Krisenbegleitung von Eltern und Familien mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren und bei Krisen nach der Geburt: https://www.schreibabyambulanz.info
  • Kassenärztliche Vereinigung, Psychotherapeut*innensuche: https://www.kvberlin.de/fuer-patienten/arzt-und-psychotherapeutensuche
  • gewerbliche Seite, Psychotherapeut*innen unabhängig von Kassensitzen: https://www.therapie.de/psyche/info/
  • Angebote in Berlin rund um die Geburt: https://geburt-in-berlin.de/vorher-nachher.html
  • Dorn, Almut; Rohde, Anke: Krisen in der Schwangerschaft, Stuttgart 2020.
  • Rohde, Anke: Postnatale Depressionen und andere psychische Probleme – Ein Ratgeber für betroffene Frauen und Angehörige, Stuttgart 2014.
  • Sahib, Tanja: Darauf waren wir nicht vorbereitet – Psychische Krisen rund um die Geburt eines Kindes verstehen und überwinden, Potsdam 2018.
  • Schrimpf, Ulrike: Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche? Meine postpartale Depression und der Weg zurück ins Leben, München 2013.

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KUNST x MOTHERHOOD

-vierteiliger Kunstworkshop-

Mutterschaft bedeutet Liebe, Leidenschaft, Erwartung, Zwang, herzzerreißende Momente, Schuldgefühle, Fürsorge, Ambivalenzen, Intensität, Care-Arbeit, Beziehung, Körperkontakt, Enttäuschung, Bindung, Arbeit, Seelenaufgabe, Aufopferung, Unerreichbarkeit, Bedingungslosigkeit, Tränen, Glück, Zufall, Angst, Geduld, Hingabe, Verantwortung, Ungleichheit, Ungerechtigkeit, tradierte Rollenbilder und vieles mehr…

Mutterschaft bewegt. Mutterschaft verändert. Mutterschaft bringt unendlich viele Themen mit sich, schafft neue Bilder von der Zukunft, von der Sicht auf die Welt, von sich selbst und prägt alle Beteiligten fürs Leben.

Umso mehr fällt auf, dass das Thema Mutterschaft in der Kunst wenig Beachtung findet, obwohl es doch eine eindeutig gesellschaftliche Relevanz hat. Denn jeder Mensch hat eine Mutter*

Und dennoch ist Mutterschaft in der Kunst, in Ausstellungen, bei Kunstschaffenden, in Museen und Galerien, auf dem Kunstmarkt so wie in allen anderen Bereichen des Lebens unterrepräsentiert.

Wieso nur spiegelt sich ein so wichtiges Thema kaum in der Kunst wieder?

_____

All diesen Fragen wollen wir in meinem dreiteiligen Workshop auf die Spur gehen und vor allem selbst ganz viel Kunst schaffen.

Ich möchte Euch einladen, eine kleine kunstgeschichtliche Reise in das Thema Mutterschaft und Kunst zu machen, einige Künstler*innen und ihre Positionen kennenzulernen, in einen Dialog zu gehen und vor allem gemeinsam mit mir kreativ zu werden und einen eigenen Ausdruck für das Thema zu finden.

Im Workshop bekommt Ihr die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene künstlerische Materialien zu bekommen sowie ausgiebig Zeit, diese auszuprobieren und damit zu arbeiten.

Es sind keine künstlerischen Erfahrungen nötig.

Der Workshop beschäftigt sich deshalb mit Mutter*schaft (und nicht mit Elternschaft), weil ausgerechnet diese Rolle in der Kunst eine erstaunliche Diskriminierung erfährt. Dennoch ist er für alle offen und Du musst nicht selbst Mutter* sein, um daran teilnehmen zu können.

Kosten:

150 € pro Person für alle vier Termine inklusive Material.

Die entstandenen Werke können im Anschluss mit nach Hause genommen werden.

Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt.

Insgesamt habe ich 5 Plätze zu vergeben.

Termin:

Aufgrund des Pandemiegeschehens ist momentan noch nicht absehbar, wann der Workshop stattfinden kann. Es wird aber definitiv einen Termin in 2021 geben. Sobald ich mehr weiß, informiere ich hier bzw. nach Vormerkung auch per Email darüber (die Termine werden außerhalb der Schulferien liegen).

jeweils von 19:00 bis 21:30 Uhr (2,5h)

Ort:

Atelier Liebenwalder Straße 33, 13347 Berlin-Wedding

*** Ich möchte explizit darauf hinweisen, dass in meinem Workshop auch Menschen, die sich jenseits heteronormativer Beziehungen befinden oder sich nicht der binären Geschlechterordnung zugehörig fühlen, herzlich willkommen sind.

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künstlerische Auseinandersetzung mit meiner Fehlgeburt

Kreatives Angebot mit kunsttherapeutischen Elementen nach einem Schwangerschaftsverlust

Nicht jede Schwangerschaft endet mit der Geburt eines lebenden Kindes. Etwa jede dritte verabschiedet sich viel zu früh wieder.

Frauen*, die eine Schwangerschaft verloren haben oder eine kleine Geburt hatten, leiden oft sehr lange unter den Erlebnissen und dem Verlust.

Neben der körperlichen Heilung kommt es teilweise zu überwältigenden Emotionen: Gefühle wie Trauer, Schmerz, Wut, Selbstzweifel, Enttäuschung, Vertrauensverlust in den eigenen Körper, Neid, das Gefühl Versagt-zu-haben und viele mehr können auftauchen.

Dabei ist meist vollkommen egal, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten war. Das Kind, auf das sich gefreut wurde, die Zukunft, die sich ausgemalt wurde, gibt es plötzlich nicht mehr und viele fühlen sich in ihrem Urvertrauen erschüttert.

Häufig fehlt die Möglichkeit, des Austauschs. Verlusterfahrungen sind in unserer Gesellschaft zu schambesetzt, viele Menschen fühlen sich hilflos und reagieren häufig mit unempathischen Floskeln wie “Naja, es war ja noch gar kein richtiges Kind”, “Hauptsache Du bist gesund” oder “dann versucht Ihr es eben einfach wieder”, die verständlicherweise als verletzend und ignorant empfunden werden. Interesse an einem ehrlichen Austausch scheint zu fehlen. Auch wird häufig erwartet, dass der Verlust nach einer gewissen Zeit überwunden ist.

Doch jede*r trauert individuell und reagiert anders, oft unerwartet auf einen Verlust. Auch wenn wir versuchen, uns vor weiteren Verletzungen zu schützen und den Verlust fest in uns verschließen, können die Emotionen umso deutlicher an die Oberfläche kommen und wollen, dass wir uns mit ihnen beschäftigen.

Ein geschützter Rahmen, in dem all dies sein und gefühlt werden darf, in dem es ehrlichen Austausch gibt, kann helfen, einen für sich guten Umgang mit dem Verlust zu finden, kann ihm Raum zu geben und dabei helfen mit ihm zu leben, denn er wird immer ein Teil von uns sein.

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Ich möchte Dich einladen, einen kreativen Tag im Kreis anderer Frauen* zu verbringen, die ebenfalls einen Verlust erleben mussten.

In meinem Atelier findet Ihr den Raum, Euch künstlerisch mit Euren Erlebnissen und Gefühlen auseinanderzusetzen, Euch auszutauschen, kennenzulernen, zu reflektieren und eben auch kreativ zu arbeiten.

Denn das kann ein Weg sein, vieles zu klären, den Kopf frei zu machen, zu reflektieren, zu trauern und neue Kräfte zu sammeln.

Im Workshop hast Du die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene künstlerische Materialien zu bekommen sowie ausgiebig Zeit, diese auszuprobieren und damit zu arbeiten.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles darf geschehen, nichts muss.

Am Ende lade ich Dich dazu ein, den Prozess und die Erfahrungen gemeinsam in kleiner Runde zu reflektieren und auf die Bilder zu gucken, die entstanden sind. Natürlich nur, wenn Du das möchtest.

Es sind keine künstlerischen Erfahrungen nötig.
Es ist unwichtig, wie lange die Fehlgeburt schon zurückliegt.

Kosten:

80 € pro Person inklusive Material.

Die entstandenen Werke können selbstverständlich im Anschluss mit nach Hause genommen werden.

Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt.

Insgesamt habe ich 5 Plätze zu vergeben.

Termin:

Aufgrund der aktuellen Situation wird der Workshop erst 2021 stattfinden können. Momentan hoffe ich auf Ende Februar.

Samstag, 10 bis 15 Uhr (5h)

Bei Interesse bitte aktiv anschreiben!

Ort: 

Atelier Liebenwalder Straße 33, 13347 Berlin-Wedding

*** Ich möchte darauf hinweisen, dass in meinem Workshop auch Menschen, die sich jenseits heteronormativer Beziehungen befinden oder sich nicht der binären Geschlechterordnung zugehörig fühlen, herzlich willkommen sind.


Workshop with art therapeutic elements after a loss of pregnancy

Not every pregnancy ends with the birth of a living child. About every third says goodbye far too early.

Women* who have lost a pregnancy often suffer from the experience and loss for a very long time.

In addition to the physical healing, there are sometimes overwhelming emotions: Feelings such as sadness, pain, anger, self-doubt, disappointment, loss of confidence in one’s own body, envy, the feeling of having failed and many more can arise.

In most cases it is completely irrelevant how far the pregnancy had progressed. The child that was looked forward to and prepared for, the future that was imagined, suddenly no longer exists and many feel shaken in their basic trust.

Often, however, the possibility of exchange is missing. In our society, what we have experienced is too full of shame, many people feel helpless and often react with phrases like “Well, it wasn’t a real child yet”, “The main thing is that you are healthy” or “Then you just try again”, which are understandably perceived as hurtful and ignorant. Interest in an honest exchange seems to be missing. It is also often expected that the loss is overcome after a certain time.

But each mourns individually and reacts differently, often unexpectedly to a loss. Even if we try to protect ourselves from further injury and keep the loss firmly locked within us, the emotions can come to the surface all the more clearly and want us to deal with them.

A protected framework in which all this can be and be felt, in which there is honest exchange, can help to find a good way of dealing with the loss, can give it space and help to live with it, because it will always be a part of us.


I would like to invite you to spend a creative day in the circle of other women* who also experienced a loss.

In my studio you will find the space to deal artistically with your experiences and feelings, to exchange, get to know, reflect and work creatively.

Because this can be a way to clarify many things, to clear your head, to reflect, to mourn and to gather new strength.

In the workshop you will have the opportunity to get an insight into different artistic materials as well as plenty of time to try them out and work with them. There are no limits to your imagination. Everything may happen, nothing must.

At the end I invite you to reflect on the process and the experiences together in a small group and to look at the pictures that have been created. Of course only if you want to.

No artistic experiences are necessary.
It is not important how long ago the miscarriage was.

costs:

80 € per person including material.

The created works can of course be taken home afterwards.

Drinks and small snacks are provided.

I have 5 places.

date:

Due to the current pandemic situation, the workshop will not be able to take place until 2021. At the moment I hope for the end of February.

Saturday, 10 am to 3 pm (5h)

If you are interested and for current information please contact me actively!

place:

Atelier Liebenwalder Straße 33, 13347 Berlin-Wedding

*** I would like to point out that people who are beyond heteronormative relationships or who do not feel part of the binary gender order are also very welcome in my offers and workshops.

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Zeichnen am Mittwoch

– kunstpädagogisches Angebot –

Wir,  Daniela Bustamante (Ölmalerin) und Hannah Elsche (Künstlerin/ Kunsttherapeutin), unterstützten Euch dabei, Eure eigenen Ideen individuell zu verwirklichen und einen Abend pro Woche dem kreativen Ausdruck und Zeichnen zu widmen.

Spielerisch und bewertungsfrei ermöglichen wir Euch, mit unterschiedlichen Techniken und Materialien zu experimentieren und Euch auszuprobieren.

Der Workshop bietet sowohl Einblicke in verschiedene künstlerische Zeichenmaterialien und ausgiebig Zeit, diese und sich einmal auszuprobieren, Basics kennen zu lernen, damit weiter zu arbeiten und Projekte zu verwirklichen..

Es sind keine künstlerischen Erfahrungen nötig und es kann jederzeit dazu gestoßen werden!

Die nächsten Termine:

Aufgrund der momentanen Situation findet der Kurs momentan nicht statt. Wir halten Euch auf dem Laufenden, wann es wieder losgeht…

Kosten:

  • Die Teilnahme kostet 20€ pro Person pro Termin.
  • Wir haben 5er Karten (5x kosten 100€) und 10er Karten (10x kosten 200€, das 11. Mal ist frei) und wir verkaufen Gutscheine.

Die Materialien sind im Preis inklusive und die entstandenen Arbeiten können selbstverständlich im Anschluss mit nach Hause genommen werden.

Anmeldung bitte an mail@hannahelsche.de

Es können maximal 6 Personen teilnehmen.

Wo:

Atelier Liebenwalder Straße 33, 13347 Berlin

Bei Fragen kontaktieren Sie mich gerne per Email oder telefonisch unter +49 (0) 160 300 839 9.

Wir sprechen Deutsch, Englisch und Spanisch.


– art educational offer –

We, Daniela Bustamante (oil painter) and Hannah Elsche (artist/art therapist), support you to realize your own ideas individually and to dedicate one evening per week to creative expression and drawing.

In a playful and non-judgmental way we enable you to experiment and try out different techniques and materials.

The drawing class offers insights into different artistic drawing materials and plenty of time to try them out, to get to know basics, to continue working with them and to realize projects.

No artistic experience is necessary and you can join us at any time!

Next dates:

Due to the current situation the course will not take place at the moment. We will keep you up to date when the course starts again…

costs:

  • The participation will be 20€ per person
  • We have 5 tickets (5x costs 100€) and 10 tickets (10x costs 200€, 11th is for free) and we sell vouchers.

The materials are included and of course you can take the work home afterwards.

Please bring some kind of chair (for Camping or something) with you!

Please register at mail@hannahelsche.de

We have place for max. 6 persons.

where:

Atelier Liebenwalder Straße 33, 13347 Berlin

If you have any questions, please contact me by email or by phone at +49 (0) 160 300 839 9.

We speak German, English and Spanish.

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Kunsttherapie

– kunsttherapeutische Einzelstunden –

Die Gründung einer Familie, ein lange (manchmal auch unerfüllte) Kinderwunschzeit, eine Schwangerschaft, eine Geburt oder eine Verlusterfahrung  erfordern eine enorme körperliche und psychische Anpassungsleistung.

Menschen in dieser besonderen und besonders sensiblen Phase benötigen Raum, Verständnis und Zeit diesen Veränderungen und Gefühlen zu begegnen.

Künstlerisches Arbeiten kann hier viele Ressourcen, die unterstützend wirken, freisetzen und zugänglich machen und somit gute Voraussetzungen für diese Herausforderungen schaffen.

Kunsttherapie ist eine tiefenpsychologisch fundierte Therapieform, die über den Weg der künstlerischen Gestaltung Zugang zur inneren Gefühlswelt herstellen kann und zugleich stabilisierend, also positiven Einfluss auf die subjektive Befindlichkeit nimmt, und entspannend wirken kann. Sie kann dabei helfen, Gefühlen auf den Grund zu gehen oder mit Komplikationen umzugehen. Die Wirkung kann belebend, Halt gebend, entspannend, stärkend, Ängsten notwendigen Raum gebend, klärend und einfach auch lustvoll und wohltuend sein.

Bei Schwangeren kann die Kontaktaufnahme zu ihrem ungeborenen Kind unterstützt werden und es kann ein Weg sein, um beispielweise Geburtstraumata oder Konflikte in der Partnerschaft, die in Zeiten dieses Ausnahmezustands völlig normal sind, zu begegnen und einen guten Umgang damit zu finden.

Auch Vätern oder Partner*innen kann Kunsttherapie helfen, einen eigenen Umgang mit dem Thema Kinderwunsch, Elternwerden und Verlust zu finden oder der Verarbeitung einer belastenden Geburt Raum zu geben und diesen Ereignissen auf ihre Art zu integrieren.

In der Kunsttherapie entstehen ästhetische, künstlerische Produkte, die als Erinnerung an eine besondere Zeit mitgenommen werden können.

Sie erleben sich als selbstbestimmt, kreativ und handlungsfähig. Ich begleite Sie einfühlsam und unterstütze Sie dabei, diese Übergangszeit für sich aktiv zu gestalten. Dabei stehe ich Ihnen mit meinen Erfahrungen sowohl beim künstlerischen Arbeiten als auch bei der Reflexion zur Verfügung. Alles darf geschehen und ist erlaubt. Allen Wünschen und Gefühlen darf Raum gegeben werden.

Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse nötig!

Sich einfach etwas Gutes zu tun, Pause zu machen, durchatmen zu können und sich lustvoll und genussvoll dem kreativen Moment hinzu geben, kann neue Kraft geben.

Kosten:

1 Stunde (60 Minuten) kostet 65 Euro.

6 Kursstunden (jeweils 60 Minuten) kosten 370 Euro.

Das Material ist inklusive und die entstandenen Werke können selbstverständlich im Anschluss mit nach Hause genommen werden.

30 Minuten „Probe“ kosten 30 Euro und können nach einem Kennenlerntelefonat gerne in Anspruch genommen werden.

Sollten Sie mein Angebot gerne wahrnehmen wollen, aber es sich aus unterschiedlichen Gründen nicht leisten können, sprechen Sie mich gerne an, dann suchen wir gemeinsam nach einer Lösung.

Termine:

nach individueller Vereinbarung

Ort:

Atelier Liebenwalder Straße 33, 13347 Berlin-Wedding

Bei Fragen kontaktieren Sie mich gerne unter +49 (0) 160 300 839 9. Ich rufe Sie umgehend zurück.

*** Ich möchte explizit darauf hinweisen, dass in meinen Kunsttherapiesessions auch Menschen, die sich jenseits heteronormativer Beziehungen befinden oder sich nicht der binären Geschlechterordnung zugehörig fühlen, herzlich willkommen sind.

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